Domainrecht

Wenn Sie das Leben kennen, geben Sie mir doch bitte seine Anschrift.

                              Jules Renard

Domainrecht

Mit dem Domainrecht sind diverse gesetzliche Regelungen im Zusammenhang mit die Vergabe von Internet-Domains angesprochen. Entwickelt hat sich das Domainrecht durch die Heranziehung von Normen aus anderen Rechtsgebieten, beispielsweise aus dem bürgerlichen Recht, dem Namens-, dem Marken- und dem allgemeinen Vertragsrecht.

Internetpräsenz

Im Vorfeld der Gestaltung des eigenen Webauftritts steht die Wahl einer sogenannten Domain. Das ist eine identifizierbare Adresse des Teilnehmerrechners. Beispielsweise kann diese lauten: „http://www.firma.de“ oder „http://www.name.de“ . An „http://www“ (=Hypertext Transfer Protokoll://world wide web), d. h. die Art des Protokolls zur Datenübertragung und das verwendete Netz, schließt sich Ihre „Firma“ oder Ihr „Name“ bzw. das persönliche Kennzeichen (die sog. second level domain) an. Und schließlich folgt die sog. top level domain; bei einer geographischen Domain beispielsweise das Länderkürzel „.de“ als Kennzeichen einer Domain in Deutschland.

Mit der Registrierung des Domain-Namens werden mehrere Vertragsverhältnisse begründet: Zum einen mit dem Provider (Providervertrag), zum anderen beispielsweise mit der „denic e.G.“ (Domain-Registrierungsvertrag) bei .de-Domains.

e-Mail

Anders als bei der Internet-Adresse, die den auf einem Rechner gehosteten Webauftritt einer Person oder eines Unternehmens identifiziert, steht die e-Mail-Adresse für den Empfänger einer elektronischen Nachricht. Die e-Mail-Adresse wird dabei unter Verwendung der Internetadresse gebildet, wobei der den individuellen Empfänger adressierende Teil durch das @-Zeichen von der Domain getrennt ist (z. B. name@firma.de).

Als Domainrecht werden die rechtlichen Hintergründe dieser Institute bezeichnet.

Rechte Dritter

Konfliktpotential birgt die Wahl der second level domain (z. B. „firma“ oder „name“), weil jede Adresse im Internet nur einmal vergeben werden kann. Darüber hinaus sind geschützte Marken, Firmen oder auch Namen von Personen nicht frei verfügbar. Ausreichend für eine Markenverletzung kann bereits die Registrierung einer gleich oder ähnlich lautenden Domain sein. Zudem kann das Wettbewerbsrecht tangiert sein.

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