Jagdrecht

Das Erlebnis eines Frühlingswaldes kann dich mehr über den Menschen lehren,
über Moral, das Böse und das Gute, als alle Weisen.

                              William Wordsworth

Jagdrecht sowie der Erwerb und der Besitz von Waffen

Nicht allein ist die Begrifflichkeit „Jagdrecht“ mehrdeutig; mit der „Jagd“ an sich verknüpfen sich regelmäßig auch nicht nur kontrovers diskutierte Positionen. Die emotionale Betrachtung verstellt jedoch regelmäßig den Weg zu sachlich indizierten (richtigen) Lösungen.

Mit dem „Jagdrecht“ gemeint sind an dieser Stelle all‘ jene Regelungen und Institute, die die Jagd betreffen, während das an das Grundeigentum geknüpfte Jagdrecht bzw. das Jagdrecht in der Form des Jagdausübungsrechts (Voraussetzung ist u. a. der Jagdschein) davon lediglich Einzelaspekte sind.

Gesetzesgrundlagen

Regelungen im Zusammenhang mit der Jagd finden sich nicht nur im Bundes- bzw. dem jeweiligen (bspw. Hessischen -) Landesjagdgesetz (BJagdG u. HJagdG), sondern auch im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) etwa das Vereinsrecht oder die (Jagd-)Pacht anbetreffend.

Neben dem BJagdG bzw. dem HJagdG (in Hessen) beachtlich sind zudem allgemeine Verwaltungs- (z. B. das Verwaltungsverfahrensgesetz = VwVfG, etwa bei einer Allgemeinverfügung in Form eines Abschussverbots) und auch Sozialgesetze, u. a. die Unfallverhütungsvorschriften (UVV Jagd), bspw. bei der Ausrichtung von Gesellschaftsjagden oder der Herstellung eines Hochsitzes.

Von Bedeutung für die Jagd, aber auch für den Sportschützen, ist weiterhin das Waffengesetz (WaffG), in dem nicht nur die Definitionen für erlaubte Waffen und die Voraussetzungen für deren Besitz (Waffenbesitzkarte = WBK), sondern (u. a.) auch die Regeln für das Führen von Waffen (bspw. Waffenschein) oder deren Transport zu suchen sind.

Daneben gibt es Rechts- und Ausführungsverordnungen, Erlasse und Satzungen zu den gesetzlichen Vorgaben.

Jagdpraxis

Beherrscht wird die Jagdausübung in Deutschland von dem Gedanken der Waidgerechtigkeit, die nicht allein grausame Behandlungen von Tieren (darunter auch Fischen) verbietet, sondern von dem Jäger/Fischer die Hege der Wild- bzw. Fischbestände fordert.

Die Ausübung des Jagdrechts ist in Deutschland ausschließlich in Jagdbezirken (Eigenjagd- oder gemeinschaftlicher Jagdbezirk) erlaubt. Die Grundeigentümer eines gemeinschaftlichen Jagdbezirks bilden zwangsläufig eine Jagdgenossenschaft. Lange Zeit verband sich mit dem durch Grundeigentum verknüpften Jagdrecht gleichzeitig die zwingende Pflicht zur Jagdausübung bzw. deren Duldung. Einschränkungen folgten jedoch aus 1999 bzw. 2012 gefällten Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) bzw. des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR).

Rechtspraxis

Regelmäßig schwierig ist jedoch nicht allein eine mitunter erforderliche sachliche Verständigung mit passionierten Jagdgegnern, sondern auch die Regulierung von Jagd- und Wildschäden, etwa mit dem betroffenen Landwirt. Nicht selten werden Streitigkeiten bei der Jagdpacht oder Reviervergabe sehr emotional geführt. Die Abwicklung der Folgen von Jagd- und/oder Wildunfällen, bspw. auch durch die Verwicklung von besonders ausgebildeten und wertvollen Jagdhunden, erfolgt oft nicht weniger emotionsgeladen.

advohelp® Rechtsanwälte formulieren, prüfen und verhandeln nicht nur Jagdpachtverträge, sondern auch zivilrechtliche Ansprüche (darunter solche auf Schadensersatz), die im Zusammenhang mit der Jagd oder Jagdausübung stehen. Wir stehen für Sachlichkeit. Nötigenfalls unter Einbindung von Spezialisten vertreten wir Sie genauso bei Problemen mit den Jagd- den Waffen- aber auch den Strafverfolgungsbehörden.

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